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Runway-Kollektionen am 10. Juli 2015 Berlin Fashion Week - Tag 4

 

Schumacher

 

Ein schöner Zug von Designerin Dorothee Schumacher, die am Freitag Morgen mit ihrer Show im me Collectors Room den Tag eröffnete. In einem handgeschriebenen Brief an ihre Gäste bat sie um mehr Respekt für das Hier und Jetzt, für uns selbst und die Natur, was auch heißen sollte, schaut nicht auf eure Mobiltelefone, konzentriert euch auf das, was hier passiert. Und so geschah es auch. Passend zum Motto: „Nature Spirit“ zeigte Schumacher Blüten-Prints vor einer großen Palmenwand. Unbewusst unfertige Looks, mit offenen Säumen, zeigten eine neue Seite des Labels. Leinen, Off Shoulder Kleider, luftiger Sommerstrick und Polohemdchen zogen sich durch die Kollektion für Spring/Summer 2016, die wie immer sehr tragbar und dabei elegant ist.

 

Marina Hoermanseder

 

Am Freitag Vormittag lud das österreichische Importtalent Marina Hoermanseder zu ihrer Show in die Kronprinzen Gärten. Während die Gäste bei wechselhaften Wetter auf den Bänken Platz hatten, stolzierten die Models anmutig in den neusten Kreationen den Laufsteg entlang, ohne sich die Kälte anmerken zu lassen. Sie wirkten wie anmutige Süielpuppen, denn erneut spielen die weibliche Silhouette und Elemente aus der Orthopädie des 18. Jahrhunderts eine große Rolle. So wurden am Anfang und am Ende riesig-steife Glockenröcke präsentiert, die im Kontrast zum feinen Seiden-Top getragen wurden. Blüten haben eine wichtige Rolle. Aufwendig gestaltete Blütenarrangements fand man auf Korsagen, Röcken und als Haarschmuck wieder. Mädchenhafte Designs entstanden mit dem typischen skulpturalen Einsatz von Leder und dem Markenzeichen des Labels, den Schnallen. Spitze wurde in innovativ in Lochstichoptiken im Leder interpretiert. Puderrosa, sattes Blau und Wiesengrün unterstützen den Prinzessinnen-Charakter dieser Kollektion und als krönendes Ende zeigte Hoermanseder sehr passend ihr Finale zu Mary Poppins „Supercalifragilisticexpialidocious“.

 

Ewa Herzog

 

Die Berliner Designerin Ewa Herzog ist bekannt für ihre Spitzenkleider, deswegen war es auch sicher, dass uns auch in ihrer neuen Kollektion für den Sommer 2016 Spitze in neuesten Variationen begegnen wird. Dieses Jahr spielte die Designerin mit verschiedenen Farbtönen wie Orange, einem hellen Türkis und Pudertöne. Mit einem Mix aus Transparenz und deckenden Stoffen, wie Seideneinsätze unter der Spitze, bleiben die Kleider tragbar und dennoch sinnlich sexy. Ob Sommerkleidchen oder elegante Abendrobe, alles war dabei und dies in verschiedensten Varianten. Kurz, Maxilänge, Vokuhila-Schnitt, mit und ohne Dekolletee. Besonderes Highlight in dieser Saison ist ein midilanger Jumpsuit aus schwarz-beiger Spitze, der wie ein Cocktailkleid wirkt, jedoch um einiges praktischer ist.

 

Fyodor Golan

 

Für die nötige Erfrischung auf der Fashion Week Berlin sorgte als letzte Runway Show das Londoner Label Fyodor Golan. Vielleicht etwas zu speziell für das deutsche Publikum, dass eher auf wenig Farben fixiert ist, zeigte man in dieser Show, wie man mit einem richtigen Konzept und dem nötigen Mut plus Talent, etwas großartiges aus knalligen Farben und bunten Mustern kreieren kann. So sah man riesige Ballonröcke mit Auto aufdrucken, die gleichzeitig mit Transparenz spielten oder sportliche Anzüge, aus aufgerissenen Materialien. Gängige sportliche Schnitte aber auch Abendkleider wurden mit psychedelischen Mustern und wilden Farbkombinationen gemixt, dazu gab es wahnsinnig hohe Schuhe und sportliche kniehohe Socken in den passenden Neontönen. Auch wenn man es für zu viel hält, es ist anders und so gut durchdacht, dass es funktioniert. Welcome London to Berlin.

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